Hast dich vollgesaut

Carl in Johnny Breitwieser


Grillenparz

Schauspiel, Rowohlt Theaterverlag 2010 // uraufgeführt am 14. April 2011, Schauspielhaus Wien, deutsche Erstaufführung am 4. Oktober 2014, Theater Ingolstadt // übersetzt auf Englisch („Chirping Hill“ von Neil Blackadder), Tschechisch („Cvrch“ von Markéta Babkova) und Litauisch („Svirpliu kalva“ von Jurgita Mikutyte) // Produktionsteam der Uraufführung // Regie: Nora Schlocker / Bühne: Jessica Rockstroh / Kostüme: Marie Roth / Musik: Hannes Marek / Ensemble: Vincent Glander, Veronika Glatzner, Franziska Hackl, Barbara Horvath, Max Mayer, Thiemo Strutzenberger

„Etwas bricht ein. Die Wirklichkeit hat nur eine dünne Tragschicht. Was darunter liegt, kann Blutstrom sein, oder Lava. Auf jeden Fall ist es ein Rätsel, dem gegenüber Worte nutzlos sind. Was bleibt, ist höchstens hochpoetisches Gestammel angesichts von klaffender Ohnmacht und innerer Zerrüttung der eigenen Existenz, hat sich erst das Hintertürl zur animalischen Herkunft, zum wilden Automatismus des Stammhirns geöffnet.“ (Christian Muggenthaler angesichts der deutschen Erstaufführung von Grillenparz am Theater Ingolstadt)



Alpenvorland

Schauspiel, Rowohlt Theaterverlag 2012 // uraufgeführt am 20. April 2013, Landestheater Linz, deutsche Erstaufführung am 26. April 2013, Theater Heidelberg // übersetzt ins Englisch („Alpine Blues“ von Neil Blackadder) und Spanisch („Piedemonte“ von Citlali Bernhardt) // Produktionsteam der Uraufführung // Regie: Ingo Putz / Bühne: Stefan Brandtmayr / Kostüme: Cornelia Kraske / Musik: Wolfgang Fadi Dorninger / Dramaturgie: Elke Ranzinger / Ensemble: Björn Büchner, Jenny Weichert, Katharina Wawrik, Markus Subramaniam, Michaela Schausberger, Manuel Klein, Klaus Köhler

„Als der Traum vom häuslichen Familienglück längst ausgeträumt ist, schaufelt Hannes weiter unermüdlich Erde aus der Baugrube, die sich unversehens in ein Grab verwandelt. Neben seinem Wunsch nach Sicherheit könnte er darin auch gleich noch Heidi beerdigen, die tödlich verunglückt ist.“ (Christoph Leibold für Theater der Zeit nach der Uraufführung von Alpenvorland am Landestheater Linz)



In den Westen

Schauspiel, Rowohlt Theaterverlag 2013, uraufgeführt am 23. November 2013, Nationaltheater Mannheim // Regie: Cilli Drexel

„Den schiefen Ton des Stücks trifft Anke Schubert als Mutter Rose am besten, wenn sie mit handgestrickten Songs die Soulröhre gibt: amerikanelnder Alpenrock für Mannheim. Wer hätte gedacht, was für hybride Kulturen im österreichischen Heimatdrama stecken?“ (Franz Wille für Theatert heute nach der Uraufführung von In den Westen am Nationaltheater Mannheim)



Johnny Breitwieser. Eine Verbrecherballade

Schauspiel, Rowohlt Theaterverlag 2014 // uraufgeführt am 28. November 2014, Schauspielhaus Wien // Produktionsteam der Uraufführung // Regie: Alexander Charim / Komposition: Jherek Bischoff / Dramaturgie: Laura Berman / Bühne und Kostüme: Ivan Bazar / Musiker: Ensemble Lux & Mathias Koch / Ensemble: Franziska Hackl, Katja Jung, Nicola Kirsch, Florian von Manteuffel, Gideon Maoz, Thiemo Strutzenberger, Martin Vischer

„Thomas Arzt hat aus Johnnys Leben eine Verbrecher-Ballade gemacht, die Züge einer Moritat trägt und von Ferne an Brechts „Dreigroschenoper erinnert. Seine Verse aber haben kaum Refrains, und die meisten seiner Reime holpern und humpeln und hinken ähnlich wie sein Kunstdialekt, so dass so recht keine linke Sozialromantik aufkommen mag. (...) Tempo und Temperament sind gedrosselt, auch weil Arzt keine Action-Szenen geschrieben hat, wie es sich bei diesem Stoff leicht aufdrängen würde, weil er sich nicht interessiert hat für Schießereien, Überfälle, Gefängnisausbrüche, sondern vor allem für den lähmenden Stillstand dazwischen. Es geht ihm um den Kampf gegen die Verhältnisse.“ (Tobias Becker für Spiegel online nach der Uraufführung von Johnny Breitwieser am Schauspielhaus Wien)



Totes Gebirge

Schauspiel, Rowohlt Theaterverlag 2015 // uraufgefüht am 21. Jänner 2016, Theater in der Josefstadt // übersetzt auf Englisch von Neil Blackadder // Produktionsteam der Uraufführung // Regie: Stephanie Mohr / Bühnenbild: Miriam Busch / Kostüme: Nini von Selzam / Musik: Andreas Schett, Markus Kraler (beide Franui) / Musikalische Leitung: Andreas Schett / Korrepetitor: Belush Korenyi / Musiker: Musicbanda Franui / Dramaturgie: Barbara Nowotny / Licht: Manfred Gros / Ensemble: Ulrich Reinthaller, Maria Köstlicher, Susa Meyer, Peter Scholz, Roman Schmelzer, Stefan Gorski

„Es ist eine unaufgeregte, nie auf die Wirkungstube drückende, schöne und wunderbar bewegte Inszenierung. Der Autor und seine Regisseurin Stephanie Mohr zeigen auf kleiner Drehbühne keine Psychiatriefolklore, sondern normale Menschen, die aus ihrem Leben herausgefallen sind. Nepomuk, der wegen seines Drogenkonsums an einer Hirnschädigung leidet und auf die Ankunft eines alles ändernden Kometen hofft, aber fast immer vierfach fixiert wird, wirkt zugleich wie ein ganz normaler Mensch. So zeigen die sechs Darsteller das verletzte österreichische Seelenpanorama von Thomas Arzt mit zugleich kräftigem wie subtilem Spiel. (Hartmut Krug für Deutschlandfunk nach der Uraufführung von Totes Gebirge am Theater in der Josefstadt)



Werther lieben

Schauspiel, Rowohlt Theaterverlag 2016 // uraufgeführt am 12. Mai 2016, Theater Phönix Linz // Produktionsteam der Uraufführung // Regie: Johannes Maile / Bühne: Georg Lindorfer / Kostüme: Elke Gattinger / Licht: Nico de Rooij / Musik: Armin Lehner / Dramaturgie: Sigrid Blauensteiner / Ensemble: Katharina von Harsdorf, Markus Hamele, Felix Rank, Isabella Szendzielorz, David Fuchs

„Keine postmoderne Neudeutung der berühmten Dreiecksgeschichte, keine zwanghafte Aufmaschelung des Klassikers für das Heute. Sondern ein absolut eigenständiges Theatererlebnis, das die Seelenverwandtschaft zu Goethe nur subtil zelebriert (...) Zart mit Dialekt gefärbt, seziert Thomas Arzt grandios eine Generation, die aus Angst vor dem beruflichen Absturz vergisst zu leben. Werther ist hier keine Person, sondern Diagnose.“ (Lukas Luger für die Oberösterreichischen Nachrichten nach der Uraufführung im Theater Phönix)



Der nackte Felsen

Schauspiel, Rowohlt Theaterverlag 2016 // uraufgeführt am 12. Juni 2016, Ruhrfestspiele Recklinghausen in Kooperation mit dem Pfalztheater Kaiserslautern // Produktionsteam der Uraufführung // Regie: Harald Demmer / Bühne und Kostüm: Oliver Kostecka / Musik und Sound: Julius Richter / Dramaturgie: Melanie Pollmann / Ensemble: Monke Ipsen, Maike Elena Schmidt, Stefan Kiefer, Oliver Burkia, Daniel Mutlu, Rainer Furch

„Von verpfuschtem Leben weiß der Autor erschreckend viel und detailliert zu berichten. In lakonischen knappen Szenen mit oft klugem Wortwitz lernen die Zuschauer 90 spannende Minuten lang die Protagonisten und ihre Schicksale kennen - ihre schönsten, ihre schlimmsten Momente, ihre Dämonen, ihre Träume.“ (Ina Fischer für die Recklinghäuser Zeitung nach der Uraufführung auf den Ruhrfestspielen Recklinghausen)



Die Neigung des Peter Rosegger

Schauspiel, Rowohlt Theaterverlag 2016 // uraufgeführt am 15. September 2016, Schauspielhaus Graz // Produktionsteam der Uraufführung // Regie: Nina Gühlstorff / Bühne und Kostüm: Marouscha Levy / Musik: Marcus Christoph Weberhofer, Johannes Fruhwirth, Lea Geisberger / Licht: Viktor Fellegi / Dramaturgie: Elisabeth Geyer / Ensemble: Florian Köhler, Evamaria Salcher, Nico Link, Susanne Konstanze Weber, Franz Xaver Zach, Henriette Blumenau

„Der Text des sprachlich potenten Schlierbachers ist eine launige bis anarchische Erörterung des Heimatbegriffs, verwebt aktuelle Gesellschaftspolitik mit germanistischen Erörterungen über die Ambivalenz des steirischen Heimatdichters aus der Waldheimat. Die Story rund um (klein)bürgerliche Verhaltensmuster in der Provinz hat eine starke weiß-grüne Schlagseite und stellt – um eine Vokabel aus der Fußballersprache zu verwenden – eine Steilpassvorlage dar.“ (Martin Behr für die Salzburger Nachrichten nach der Uraufführung am Schauspielhaus Graz)



Die Anschläge von nächster Woche

Schauspiel, Rowohlt Theaterverlag 2017 // uraufgeführt am 9. Februar 2018, Theater Heidelberg // Produktionsteam der Uraufführung // Regie: Brit Bartkowiak / Bühne und Kostüme: Nikolaus Frinke / Musik: Ingo Schröder / Dramaturgie: Jürgen Popig / Ensemble: Martin Wißner, Maria Magdalena Wardzinska, Hendrik Richter, Friedrich Witte, Dominik Lindhorst-Apfelthaler

„Tartinis Maskenspiel sowie verbale Verdunklungsmomente zeigen, dass einen die Gefühle leicht in irrationale Sphären katapultieren können. Brit Bartkowiak unterstreicht diese Gefahr in ihrer Inszenierung mehr als deutlich. Sie schlittert souverän auf dem Glatteis der Andeutungen, die ihr der Text liefert. Gemeinsam mit dem Dramatiker und dem Ensemble betont sie außerdem, dass die Angst vor dem Terror, vor explodierenden Mieten oder vor dem Sozialabbau den Rechtspopulisten in die Hände spielt – sprich jenen Leuten, die mit lautstarkem Alarmismus nach „Ordnung! Ruhe! Heimat!“ verlangen. Ein Stück zur rechten Zeit im doppelten Wortsinne. “ (Volker Oesterreich für Die Deutsche Bühne nach der Uraufführung in Heidelberg)


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