04.05.16: Wählen Sie nicht die Hysterie, wählen Sie die Besonnenheit. Wählen Sie nicht das Irgendwie, wählen Sie das Bestimmte. Wählen Sie nicht die Vergesslichkeit, wählen Sie die Aufforderung zur Erinnerung. Wählen Sie nicht die Besänftigung, wählen Sie die Erkenntnis. Wählen Sie nicht die Gemütlichkeit, wählen Sie auch mal das Aufstehen. Wählen Sie nicht den Fremdenhass, wählen Sie die Selbstüberprüfung. Wählen Sie nicht den Rückzug, wählen Sie, denn Ihr Leben wird es vertragen, den Aufbruch.



Nur mehr kurz: WERTHER LIEBEN im Theater Phönix

Charlotte, die sich mit Max bereits im Eigenheim am Land niedergelassen hat und die Hochzeit plant, ist eines Tages zwischen zwei Menschen hin- und hergerissen; denn es gibt einen neuen Nachbarn. Damit tauchen auch vergessene Lebenspläne und Sehnsüchte auf, die sie nie ausgesprochen hat, jetzt aber für Zweifel sorgen. Eigentlich könnte alles gut sein, würde man meinen, doch es umgibt sie plötzlich eine diffuse Unruhe. Mehr und mehr versuche ich in dieser Geschichte - ganz frei nach Goethe - nachzuzeichnen,  wie unser gegenwärtiges Unruhe-Empfinden zwischen privaten Ängsten und gesellschaftlicher Panik hin und her changiert; und wie ein Beziehungsgeflecht langsam ins Wanken kommt: nur mehr mit Lügen wird das Gebäude des bürgerlichen Liebesglücks aufrechterhalten. Denn was bedeutet für uns ein Leben in Sicherheit? Was ist unser eigentliches Verlangen? Welchen Betrug nehmen wir in Kauf, um unseren Wohlstand nicht zu gefährden? Alles zerbröckelt. Und wir schauen dabei zu.

 

PREMIERE: 12. Mai 2016 / Regie: Johannes Maile / Bühne: Georg Lindorfer / Kostüme: Elke Gattinger / Licht: Nico de Rooij / Musik: Armin Lehner / Dramaturgie: Sigrid Blauensteiner / Ensemble: Katharina von Harsdorf, Markus Hamele, Felix Rank, Isabella Szendzielorz, David Fuchs

 

Tickets und Infos unter

http://www.theater-phoenix.at


TOTES GEBIRGE Theater in der Josefstadt

Noch bis Ende Juni in Wien zu sehen: Die Geschichte vom Lehrer Raimund Woising, der in seiner Wohnung das gesamte Biedermeier-Mobiliar zerstört. Kurz danach weist er sich ein: in eine psychiatrische Anstalt, kurz vor Silvester. Der nahende Komet, die Ärztin, die am Klavier des alten Kaisers spielt und ein Chor der Puppen, der im Dialekt das Ende der Welt heraufbeschwört, machen bald klar: Hier geht es um keine individuelle Fallstudie, sondern um eine größere, gesellschaftliche Diagnose.

 

Den grandiosen Soundtrack dazu liefern Markus Kraler und Andreas Schett, eingespielt von der "Musikbanda Franui". Premiere war am 21. Jänner 2016. Regie: Stephanie Mohr.

 

Die nächsten Termine:

8./9./10./20./21./27./28./29./30. Juni 2016

 

Tickets & Infos unter

www.josefstadt.org/programm/stuecke/action/show/stueck/totes-gebirge.html

Wieder ab Herbst: DER NACKTE FELSEN, Theater Kaiserslautern

Es beginnt wie im Heimatfilm: Eine Wanderung durch die Dolomiten, das Wetter ist schön, die Erwartungen sind groß, der nackte Felsen glänzt in der Ferne: da will man hin! Doch die Bergführerin Marie hat anderes im Sinn: "Das ist eine Gipfelvermeidungs-Tour!" Denn die Truppe, die sich rund um Marie und ihren treuen Berggefährten Wolf geschart hat, bringt nur oberflächlich die gute Laune ins Hochgebirge. "Burn-Out-Prävention" könnte man es nennen, was hier auf 3.500 Metern betrieben wird - das langsame Heranführen an die eigenen Versagensängste und den Kontrollverlust.

 

Da wäre Joe, der in Scheidung lebt und Ritalin schluckt, damit er noch vom beruflichen Erfolg sprechen kann. Da wäre Caspar, dessen Frau an Krebs verstorben ist, die er aber immer noch nicht loslassen möchte. Da wäre dann auch Hans, der in der Natur einen "Widerstand" sucht, den er als Teil einer widerstandslosen Generation vermisst, aber alles andere als konkret benennen kann. Und da wär noch Emmy, die ihre Agressionsschübe regelmäßig an ihren Arbeitgebern auslässt: allgemeine Gegenwartsfrustrationen! "Hat doch jeder!", meint Hans. "Aber ich bin nicht jeder!", entgegnet Emmy. So führt der Weg, während sich das Wetter verschlechtert, in die je eigenen Biografien und Bruchstellen der Identitäten hinein. Eine traumwandlerische Selbstfindung, die die Bergführerin Marie bewusst zur Eskalation treibt.

 

PREMIERE Ruhrfestspiele: 12. Juni 2016, weitere Termine: 13. Juni und 14. Juni 2016 / weitere Vorstellungen ab Herbst 2016 am Pfalztheater Kaiserslautern / Regie: Harald Demmer / Bühne und Kostüm: Oliver Kostecka / Dramaturgie: Andrea Wittstock und Melanie Pollmann / Ensemble: Monke Ipsen, Maike Elena Schmidt, Stefan Kiefer, Oliver Burkia, Daniel Mutlu, Rainer Furch

 

Tickets und Infos unter

https://www.ruhrfestspiele.de/de/veranstaltungen/veranstaltung_detail.php?ver_id=683&ort=117


JOHNNY BREITWIESER  im Schauspielhaus Graz

Nach der Uraufführung im Schauspielhaus Wien nun erstmals in Graz zu sehen: Meine Verbrecherballade rund um den legendären Einbrecher Johann Breitwieser (1891-1919). Die Musik zum "räudigen Musical" (Falter) stammt diesmal von der Berliner Liedermacherin Maike Rosa Vogel. Regie: Mathias Schönsee. Premiere war am 31. März 2016. Vorstellungen gibt's bis Ende der Spielzeit sowie dann ab Herbst 2016!

 

Tickets und Infos unter www.schauspielhaus-graz.com/play-detail/johnny-breitwieser

27.08.16: Lesung "HEIMSPIEL!" am Fußballplatz Schlierbach

Von 25. bis 28. August 2016 findet in meinem Heimatort Schlierbach zum dritten Mal das Oberösterreichische Literaturfestival "4553" statt! Veranstalter sind die großartigen "Literarischen Nahversorger". Es lesen und spielen u.a. Friedrich Achleitner, Gerhard Rühm, Reinhard Kaiser-Mühlecker, Nora Gomringer, Stefanie Sargnargl, Franzobel, Leopold Federmair, Sibylle Lewitscharoff und Clara Lucia.

 

Ich selbst werde mich am Samstag, den 27. August 2016 in eine Frühschoppen-Lesung stürzen - am örtlichen Fußballplatz, direkt neben meinem Elternhaus. Es wird also definitiv ein "Heimspiel!". Zu hören gibt's satirische Texte über Sport, Politik, Heimat und die Fußballeuropameisterschaft 2016. Eine literarische Nachberichterstattung quasi, mit Verlängerung und Elfmeterschießen! Begleitet werde ich von einem Bläser-Ensemble.

 

Termin: Samstag, 27. August 2016, 10:00 Uhr, Fußballplatz Schlierbach

 

Tickets und Infos unter

http://www.literarischenahversorger.at/festival.html


Zum Nachlesen:

"Stellt Blumen in die Fenster. Wir brauchen neue Gedanken in neuen möglichen Sätzen. Stellt Blumen in die Fenster. Wir brauchen dafür den Mut, auch andere Gedanken mal abzureißen und mit ihnen die Worte vom Vorurteil, dem rechten, wie dem linken, stellt Blumen in die Fenster. Wir stehen uns selbst im Weg. Ich versuch, neugierig zu bleiben. Auf das, was kommt. Ich habe die Hoffnung. Stellt Blumen in die Fenster."

 

Weiterlesen in meiner Textsammlung


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