11.07.16: Der Sommer ist ein Loch. Das find ich schön! Denn ein Loch ist eine gute Sache. Löcher schaffen Öffnungen. Freiräume. Durchzug. Frischer Wind weht herein, alte Luft entweicht. Löcher sind Anlässe für einen Umweg. Ein leichtfüßiges Schlenkerln. Ein entschleunigendes Ausharren. Oder ein kräftiger Satz – von der einen Seite auf die andere. Grade fürs Schreiben ist die Kante vor einem Loch ein großartiges Absprungbrett. Als würden Worte einen Anlauf nehmen, um sich ins Poetische zu katapultieren.



27.08.16: Lesung am Fußballplatz in Schlierbach

 

Von 25. bis 28. August 2016 findet in meinem Heimatort Schlierbach zum dritten Mal das Oberösterreichische Literaturfestival "4553" statt! Veranstalter sind die großartigen "Literarischen Nahversorger". Es lesen und spielen u.a. Friedrich Achleitner, Gerhard Rühm, Reinhard Kaiser-Mühlecker, Nora Gomringer, Stefanie Sargnagel, Franzobel, Leopold Federmair, Sibylle Lewitscharoff und Clara Luzia.

 

Ich selbst werde mich am Samstag, den 27. August 2016 in eine Frühschoppen-Lesung stürzen - am örtlichen Fußballplatz, direkt neben meinem Elternhaus. Es wird also definitiv ein "Heimspiel". Zu hören gibt's satirische Texte über Sport, Politik, Heimat und die Fußball-EM 2016. Eine literarische Nachberichterstattung quasi, mit Verlängerung und Elfmeterschießen! Begleitet werde ich von einem Bläser-Ensemble.

 

Termin: Samstag, 27. August 2016, 10:00 Uhr, Fußballplatz Schlierbach, Eintritt frei

 

Tickets und Infos unter

http://www.literarischenahversorger.at


Ein Auszug. Immer wieder aktuell. Vollständig abgedruckt in FACETTEN 2012, Literarisches Jahrbuch der Stadt Linz.

Ab 15.09.16 in Graz: Uraufführung von DIE NEIGUNG DES PETER ROSEGGER

 

Es passt zum Zeitpunkt - auch wenn's mir anders lieber wär... Mitten im erneuten (Wahl)kampf um Österreich ist am Schauspielhaus Graz ab 15. September 2016 mein neues Stück zu sehen: eine politische Posse, eine böse Komödie, ein österreichisches Trauerspiel – wie auch immer. Es geht um eine Erschütterung!

 

Im Zentrum einer steirischen Kleinstadt steht plötzlich die Statue des "Heimatdichters" Peter Rosegger schief. Arg nach rechts gerückt. Oder, wie die Bürgermeisterin feststellt, nach links, wie man's eben betrachtet. Jedenfalls bricht der Boden auf. Die Folgen eines Erdbebens an der slowenischen Grenze, wie es heißt. Oder doch ein hausgemachtes Problem der eigenen Heimat? Die dramatische Schieflage ist jedenfalls der Beginn einer tragikomischen Geschichte über Identität, Patriotismus, Angst und Unruhe in einer Gemeinschaft. Und es geht schneller als einem lieb ist und die lokalpolitische Arena wird zum Schauplatz gesellschaftlicher Grabenkämpfe und zum Symbol tiefsitzender Verwundung. Nicht nur ein Stück über österreichische Literatur! Nicht nur ein Stück über Rechtspopulismus! Auch ein Stück über den Verlust von Vertrauen und Vernunft.

 

Premiere: 15. September 2016, Schauspielhaus Graz. Regie: Nina Gühlstorff / Bühne und Kostüm: Marouscha Levy / Musik: Marcus Christoph Weberhofer, Johannes Fruhwirth, Lea Geisberger / Licht: Viktor Fellegi / Dramaturgie: Elisabeth Geyer / Ensemble: Florian Köhler, Evamaria Salcher, Nico Link, Susanne Konstanze Weber, Franz Xaver Zach, Henriette Blumenau

 

Tickets und Infos unter

http://www.schauspielhaus-graz.com/play-detail/die-neigung-des-peter-rosegger

03.10.16: JOHNNY BREITWIESER wieder in Graz

 

Nach der erfolgreichen Premiere im März 2016 bald wieder in der neuen Spielzeit am Schauspielhaus Graz zu sehen: Meine Verbrecherballade rund um den legendären Einbrecher Johann Breitwieser (1891-1919). Die Musik zum "räudigen Musical" (Falter), uraufgeführt erstmals am Schauspielhaus Wien 2014, stammt diesmal von der Berliner Liedermacherin Maike Rosa Vogel. Regie: Mathias Schönsee. Vorstellungen gibt's ab Oktober 2016!

 

Tickets und Infos unter www.schauspielhaus-graz.com/play-detail/johnny-breitwieser


Zum Nachlesen: EINE AHNUNG VOM TOTEN GEBIRGE

 

"Wir liefen übers Geröll, in völliger Stille, hörten das Knacken unter uns, die aufgeriebenen Steine, und unseren Atem. Ich war bedacht, nichts loszutreten, keinen Steinschlag auszulösen, und doch zügig voranzukommen, dabei aber nicht über die eigenen Beine zu stolpern. Ich verlor in diesem Denken, die anderen doch um mich, alles aus dem Blickfeld und war plötzlich völlig bei mir."

 

Weiterlesen in meiner Textsammlung


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