30.10.16: Wählen Sie nicht den Fremdenhass, wählen Sie die Selbstüberprüfung. Wählen Sie nicht die Verunsicherung, wählen Sie die Tatsächlichkeit. Wählen Sie nicht die Begrenztheit, wählen Sie, weil es sie tatsächlich gibt, auch die Möglichkeit. Wählen Sie nicht den Rückzug, wählen Sie, denn Ihr Leben wird es vertragen, den Aufbruch.


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Vom Erwachen des Heimatgedankens

Auszug aus dem Fragment Original Zaubermärchen von Ödön von Horváth

KRIEGSMINISTER
Also das ist alles recht schön und gut.

Aber jetzt brauchen wir dann auch einen Krieg.

 

INNERES
Das ist nicht so einfach.

Die Leut wollen keinen Krieg.
Unlängst hat eine Munitionsarbeiterin erklärt,

sie möchte lieber eine Sense herstellen, wie einen Säbel.

 

KULTUS

Pervers!

 

KRIEG
Woher haben die Leut die Ideen?

 

INNERES
Von selbst.

Wir müssen also den Heimatgedanken wecken!

 

Hier bricht das Stück ab...

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ZITIERT nach Horváth, Ödön von: Original Zaubermärchen. In: Gesammelte Werke. Hg. v. Traugott Krischke. 4. Bd.: Fragmente und Varianten, Exposés, Theoretisches, Briefe, Verse. Suhrkamp 1978. S.55-61.

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Das abgebrochene Drama

Uraufführung am 18. November 2016, Kabinetttheater Wien

Fragmente von Grillparzer bis Grabbe, von Horváth bis Bauer / dramatisch kommentiert von Thomas Arzt / nach einer Idee von Julia Reichert

Premiere: 18. November 2016, Kabinetttheater Wien. Spieler: Katarina Csanyiova, Tanja Ghetta, Walter Kukla, Christian Pfütze / Musik: Christian Bakanic / 
Bilder und Figuren: Julia Reichert, Roman Spiess / 
Kostüm: Burgis Paier / Technik: Jan Wielander / Dramaturgie: Alexandra Millner / Inszenierung: Julia Reichert

 

Alle Termine, Tickets und Infos unter

kabinetttheater.at

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Anleitung zum kritischen Jodeln

Lieder übers Wandern in der Gegenwart

WANDERLIED #3: Kein Land und keine Zeit. Nur wir. Und weit und breit ein Meer aus Fels, kein Land und keine Zeit. Und schöner nichts, nur wir. Und weit und breit das Meer aus Fels. Und Stund um Stund verloren. Herr im Himmel wach. Und Stund um Stund und schöner nichts, nur wir. Kein Land und keine Zeit. Ich hör mich einsam singen. Kein Land und keine Zeit. Hör aus Erinnerungen Worte nur in Wehmut und Verlogenheit, sie fallen auf die Seel, es brennt. Und weit und breit das Meer aus Fels, und wir nur tatenlos. Gott mag es lenken. Tatenlos. Gott mag, ich denk, die Worte in Erinnerung nur Wehmut und Verlogenheit. Die Stimm verhallt und Stund um Stund verloren. Das Gute nur ein Klang, ich hab ihn schon vergessen.

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Am 1.12.16: Bye Bye Rosegger!

Letzte Vorstellung: Die Neigung des Peter Rosegger, Schauspielhaus Graz

Mit anschließender Podiumsdiskussion über Heimat und Instrumentalisierung

Premiere: 15. September 2016, Schauspielhaus Graz. Regie: Nina Gühlstorff / Bühne und Kostüm: Marouscha Levy / Musik: Marcus Christoph Weberhofer, Johannes Fruhwirth, Lea Geisberger / Licht: Viktor Fellegi / Dramaturgie: Elisabeth Geyer / Ensemble: Florian Köhler, Evamaria Salcher, Nico Link, Susanne Konstanze Weber, Franz Xaver Zach, Henriette Blumenau

 

Alle Infos, Termine und Tickets unter

schauspielhaus-graz.com

Radikale Neigungen

Eine Erzählung über mich, Hofer und Österreich

„Es war die Stimme des Kandidaten der Freiheitlichen Partei Österreichs. Er sprach ruhig und bedächtig. Er sprach freundlich und väterlich. Er sprach vorausschauend und trug ein Lächeln auf den Lippen. Er sprach über das harte Leben der Österreicherinnen und Österreicher im Zyklus von Winter, Frühjahr, Sommer und Herbst. Es sprach über den Wohlstand und die Glückseligkeit vergangener Tage. Er sprach über den Einfluss von Multikulturalität und Kapitalmärkten auf den Menschen. Er sprach über das Regionale als Bastion von Nachhaltigkeit und Werten, von Hausverstand und Vernunft, von Vereinskultur und Tracht, vom Guten und vom Schönen. Er sprach über Globalisierung und Verarmung, über Flüchtlingsströme und Kriminalität, über das Recht auf Sicherheit und das Recht auf Abschiebung, über Homoehe und Abtreibung, und auch über die wahre Liebe zur Volksgemeinschaft, den EU-Austritt, die Südtirolfrage, den Katholizismus, der nie dem Islamismus weichen werde, und über den Segen von Kindern. Er sprach, kurzum, von seiner Heimat...“

 

Den gesamten Text Als ich mich im Mürztal übergab lesen Sie in meiner Textsammlung.

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De bladln vafeam si

Lyrik im Dialekt

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Jeden Mittwoch 5 vor 12

Poesie gegen Rechts

Seit 14. September 2016 veröffentlichen die Autorinnen und Autoren Jörg Albrecht, Sandra Gugic, Thomas Köck, Gerhild Steinbuch und ich politische und literarische Beiträge unter nazisundgoldmund.net.

 

Unser Anliegen: Poesie gegen Demagogie und Nationalismen! Literatur für eine neue Demokratisierung! In Form von Essays, Erzählungen und Kommentaren versuchen wir daher die Entwicklungen und Aktionen der Europäischen Rechten und ihrer internationalen Allianzen kritisch zu beobachten, deren Erzähl- und Interventionsstrategien zu untersuchen und literarisch zu attackieren. Wöchentlich, jeden Mittwoch um 5 vor 12, erscheint ein Beitrag.

 

Lesen und teilen!

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Wien, 26.10.16: Himmel über der Hofburg. Die Panzer und Soldaten im Bildausschnitt nicht zu sehen.


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