Taumel und Tumult

UA Theater Phönix 2021


Szenenfoto Theater Phönix 2021, Sven Sorring u. Nadine Breitfuß (c) Helmut Walter
Szenenfoto Theater Phönix 2021, Sven Sorring u. Nadine Breitfuß (c) Helmut Walter

Schauspiel, Felix Bloch Erben 2021 // uraufgeführt am 14. September 2021, Theater Phönix Linz // Produktionsteam der Uraufführung // Regie: Florian Pilz / Bühne: Michaela Mandel / Kostüme: Antje Eisterhuber / Licht: Christian Leisch / Musik: Gilbert Handler / Choreografie: Doris Jungbauer / Dramaturgie: Silke Dörner / Ensemble: Nadine Breitfuß, Martin Brunnemann / Anna Maria Eder / Sven Sorring


Ein Hotel in der Innenstadt, chronisch unterbelegt und gespenstisch still. Hier harren seit Ausbruch der Pandemie Hotelmanager Gregori, Portier Adam und Zimmermädchen Luzia der Dinge und hoffen auf bessere Zeiten. Dann, nach 142 Tagen, endlich der erste Gast: Frau Conradi, mit C. Das verheißt Aufbruchsstimmung nach einem tristen Jahr ohne Kundenkontakt, ohne Berührungen. Zwar macht ein Gast allein noch keinen Frühling, aber bei Gregori weckt es die Hoffnung auf einen Neuanfang und die Schmetterlinge in seinem Bauch. Vor allem, als er einen vermeintlichen Liebesbrief von Frau Conradi mit C. erhält. Doch da dieser Brief leider nicht der einzige ist, der vom Himmel fällt, nimmt das Spiel von Zufall und Verwechslung seinen Lauf. Einzig Adam hat noch einen Hauch von Überblick und fortan alle Hände voll zu tun, die schicksalhafte Post an die richtige Frau, den richtigen Mann zu bringen. Thomas Arzt ist mit «Taumel und Tumult» eine herrlich skurrile Posse gelungen. In bester Komödientradition eines Nestroy oder Goldoni entspinnt er seine Geschichte um Missverständnisse durch schicksalhaft fehlgeleitete Briefe und zeigt Menschen und ihre Existenz in pandemischen Zeiten – berührend und komisch zugleich. (Text: Theater Phönix)


Trailer (c) Theater Phönix 2021


„Einmal mehr offenbart der Sçhlierbacher Dramatiker damit sein feines Sensorium für kleine Gesellschaftskrankheiten und auf die Spitze getriebene Verwahrlosungen. Regisseur Florian Pilz hat die pandemische Posse zu einer wunderbar unterhaltsamen Impfung gegen Abstandsregelungen, maskierte Vereinsamung und Depressionen gestaltet. (...) Die Phönix-Truppe weidet sich in ihren komödiantischen Talenten. Sorring ist weißer Clown und dummer August in einem. Brunnemann spielt eine depressive Seele zum Abbusseln. Breitfuß stattet ihre eifrige Luzia mit entzückend weichem Kern aus, und Eder verwandelt sich von der distanzierten Karrieristin zur lustvollen Draufgängerin und wieder zurück. Dazu braucht es nicht mehr als diesen klugen Text, dem kunstvoll manche Verben fehlen. Darüber hinaus einige Metallrahmen, die Räume und mit Plastik-Verhüllung Isolation markieren (Bühne: Michaela Mandel, Kostüme: Antje Eisterhuber). Außerdem die Bereitschaft, sich trotz der Pandemie zum Lachen verführen zu lassen. Langer, lustvoller Applaus.“ (Peter Grubmüller, OBERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN zur Uraufführung)

 

„Melancholisch und komisch, grotesk und warmherzig, der Humor selten schwarz. (...) Regisseur Florian Pilz setzt den Text prächtig auf die Bühne. Kurzweilig und rasant, mit tollem Händchen für das Zusammenspiel der Figuren. Schauplatz ein heruntergekommenes Hotel, seit Ewigkeiten ohne Gast. Michaela Mandel gestaltete eine gefinkelt durchdachte Bühne aus besagten Planen. Sinnbild für eine vom Virus durchgebeutelte Gesellschaft, in ihrer Angst kondomisierte Körper und Seelen. (...) Eine sprachlich genau getaktete Komödie, mit unaufdringlichem Tiefgang. Worin denn dieses verdammte Glück besteht, nach dem alle suchen (oder schon aufgegeben haben). Einen warmen Körper spüren, zum Beispiel. („Unterschätzen Sie niemals die Oberflächen!“) Ein Ensemble zum Abbusseln (Achtung, Kübel!), das lustvoll für eineinhalb Stunden die Corona-Fesseln löst. Viel Gelächter und langer, langer Applaus. Autor Thomas Arzt verbeugte sich auf der Bühne freudestrahlend mit.“ (Christian Pichler, OBERÖSTERREICHISCHES VOLKSBLATT zur Uraufführung)


Szenenfoto Theater Phönix 2021, (v.l.n.r.) Anna Maria Eder, Sven Sorring, Nadine Breitfuß u. Martin Brunnemann (c) Helmut Walter
Szenenfoto Theater Phönix 2021, (v.l.n.r.) Anna Maria Eder, Sven Sorring, Nadine Breitfuß u. Martin Brunnemann (c) Helmut Walter
Szenenfoto Theater Phönix 2021, Martin Brunnemann (c) Helmut Walter
Szenenfoto Theater Phönix 2021, Martin Brunnemann (c) Helmut Walter

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